Stadtmuseum, 2860 Kirchschlag, Kirchengasse 1 - geöffnet von Mai bis Ende Oktober an Sonn- und Feiertagen von 9:00 bis 11:30

Kirchschlager Ortschronik

Um 1170 erfolgt die Gründung von Kirchschlag mit einer dem Hl. Johannes dem Täufer geweihten Taufkirche.
Die Herkunft des Ortsnamens Kirchschlag wird oft fälschlicherweise mit einer „Kirche im Schlag“ gedeutet. In Wirklichkeit besagt der Name, dass die zur Ortsgründung notwendige Schlägerung eines Waldgebietes auf Initiative der Kirche erfolgte. Konkret waren dies die Augustiner Chorherrn von Reichersberg (Oberösterreich), die beginnend um 1144 in der Buckligen Welt insgesamt 20 Patronatspfarren eingerichtet haben.

Um 1180 begann zur Sicherung des Grenzlandes gegen ständig drohende Einfälle der Magyaren der steirische Adelige Herrand von Wildon mit der Erbauung der Burg Kirchschlag.
Damals dürfte bereits am linken Ufer des Zöbernbaches, wo sich heute der Kirchhof und der Äußere Markt befinden, schon eine kleine Ansiedlung mit einer dem Hl. Johannes dem Täufer geweihten kleinen Taufkirche an der Stelle der heutigen Pfarrkirche, der älteste Teil Kirchschlags, entstanden sein.

1240 gelangte die Herrschaft Kirchschlag an das Geschlecht der Kuenringer.

1254 Infolge des Streites zwischen dem Böhmenkönig Ottokar II. und dem Ungarnkönig Bela IV. um das Erbe der 1246 ausgestorbenen Babenberger fiel Kirchschlag nach zwei Belagerungen an Ungarn.

1260 ging Kirchschlag wieder an die Kuenringer zurück.

1282 wurde Kirchschlag vermutlich eine selbstständige Pfarre. Der Seelsorger Ortolf wurde damals zum ersten Pfarrer von Kirchschlag bestellt. Er wirkte hier bis 1349, ehe er Opfer der damals wütenden Pest wurde.
Bis zum Jahr 1700 war Kirchschlag Patronats- und Lehenspfarre des oberösterreichischen Stiftes Reichersberg am Inn, danach wurde diese an das Erzbistum Salzburg abgetreten. Bereits drei Jahre später unterstellte man Kirchschlag dem Bistum Wiener Neustadt, von dem es nach dessen Auflösung im Jahre 1785 zur Erzdiözese Wien kam. Dieser gehört die Pfarre Kirchschlag bis zum heutigen Tage an.

Um 1300 wurde Kirchschlag an die Pottendorfer veräußert. Etwa zur gleichen Zeit erfolgte die Erhebung zur Marktgemeinde.

Um 1460 begann Christoph von Pottendorf mit dem Bau der heutigen Pfarrkirche. Die Baumeister gehörten der Wiener Neustädter Bauhütte an und waren vermutlich Stadtbaumeister Sebald Werpacher oder einer seiner Schüler. Eine Besonderheit der Kirchschlager Kirche ist das Seitenschiff, die „Ungarische Kirche“. Sie wurde vermutlich vom Ungarnkönig Matthias Corvinus, der ab 1488 Kirchschlag besetzt hatte, in Auftrag gegeben.

1488 wurden nach dem Aussterben der Pottendorfer die Puchheimer aus Oberösterreich die neuen Herren von Kirchschlag.

1529 und auch 1532 anlässlich der Belagerung von Güns wurde Kirchschlag von türkischen Raubscharen heimgesucht. Diese konnten zwar nicht die Burg und den durch eine Ringmauer geschützten Inneren Markt erobern, richteten aber an ungeschützt außerhalb gelegenen Gebäuden schwere Schäden an und begingen Plünderungen.

1550 verlieh König Ferdinand I. an Kirchschlag das Recht zur Abhaltung eines Wochenmarktes.

1562 fiel die Herrschaft Kirchschlag an Erasmus von Puchheim (1518–1571)
Dieser lebte aber ausschließlich auf seiner zu einem Renaissanceschloss umgestalteten Burg Krumbach. Dadurch war die Burg Kirchschlag allmählich dem Verfall preisgegeben. Maßgebend dafür war auch, dass die Burg aufgrund der Entwicklung neuzeitlicher Geschütze nicht mehr den Anforderungen eines modernen Festungsbaues entsprach, wodurch ihr Beschuss vom nahen Hutkogel leicht möglich gewesen wäre.

1610 wurde auf Veranlassung des damaligen Kirchschlager Pfarrers innerhalb des Kirchhofes, der damals rings um die Pfarrkirche noch als Friedhof diente, die erste Schule des Marktes in einem ebenerdigen Gebäude an der Stelle des heutigen Stadtmuseums als Pfarrschule eröffnet.

1651 ließ der im Dreißigjährigen Krieg erfolgreiche kaiserliche Feldmarschall Christoph III. von Puchheim auf dem Hauptplatz das Hofhaus errichten, worauf die Burg fortan unbewohnt blieb.

1657 fiel nach dem Tod Christoph III. und nach Erbstreitigkeiten Kirchschlag an seinen Neffen Graf Nikolaus IV. von Palffy.

Im August 1712 wurde der Markt von einer gewaltigen Überschwemmung heimgesucht, so dass die Ringmauer an vier Stellen und die Mauer des barocken Hofgartens auf einer Länge von ca. 66 Metern einstürzten und der Garten arg verwüstet wurde. Die Häuser des Marktes wurden völlig ruiniert und von der Flut samt der Einrichtung weggeschwemmt. Die Äcker, Wiesen und Gärten wurden vom Schlamm dicht bedeckt und es wurden auch alle Mühlen verwüstet. 42 Menschen starben durch die Fluten.

1723 wurde Kirchschlag von insgesamt elf Hochwässern überflutet.

1726 wurde durch einen Blitzschlag der damals noch spitze Turm der Pfarrkirche in Brand gesetzt. Durch teilweises Abschneiden des Turmes konnte eine weitere Ausbreitung des Feuers verhindert werden.

1730-1733 ließ Dechant Martin Gottfried Schragl auf Pfarrgrund die Kreuzweganlage errichten. Die in kleinen Kapellen untergebrachten Stationen zeigen in Holzreliefs die Leidensgeschichte Jesu. Die Kreuzwegkirche beherbergt die 12. Station mit einer Kreuzigungsgruppe und den ausdrucksvollen Gestalten der beiden Schächer.

1735 gab es im Juni erneut eine furchtbare Überschwemmung. Dabei überflutete das 2,5 Meter hohe Wasser nicht nur die Häuser des Inneren Marktes, sondern es wurden auch die Stände und Hütten des gerade stattfindenden Johannismarktes samt der angebotenen Ware fortgeschwemmt. Vier Menschen starben dabei.
Als die von so viel Unglück heimgesuchten Kirchschlager, denen kaum mehr als das bloße Leben und die Kleider am Leib geblieben waren, in Bittgesuchen an den Kaiser um einige Jahre Freiheit von Steuern gebeten hatten, erhielten sie den unbarmherzigen Bescheid, dass nur bei Feuerbrünsten eine Steuerbefreiung gewährt würde.

1792-1815 fanden die Napoleonischen Kriege statt. Kirchschlag blieb zwar von Kampfhandlungen verschont, erlitt aber 1805 und 1809 durch die Einquartierung von jeweils mehreren hundert französischen Soldaten großen finanziellen Schaden.

1807 wurden die Palffys in den Fürstenstand erhobenen.
Sie blieben bis zu der im Zuge der Revolution 1848 erfolgten Aufhebung des Untertanenverhältnisses die Grundherren von Kirchschlag.
Erwähenswert ist die 1814-1816 durch Fürst Josef Franz Palffy errichtete „Palffy-Straße“ von Grimmenstein über Edlitz, Krumbach und Kirchschlag bis ins ungarische Güns, welche wesentlich zur besseren Erschließung des abgeschiedenen Gebietes beitrug.

1813 wurden im September mitten in der Nacht die Kirchschlager von bis zu 3 Meter hohen Wassermassen überrascht. Dabei wurde die westseitige Ringmauer auf einer Länge von 38 Metern zum Einsturz gebracht und der Innere Markt zerstört.Dank rechtzeitiger Warnung der Bevölkerung durch Trompetenstöße kam niemand ums Leben.
Weitere große Überschwemmungen gab es noch 1864, 1890 und 1892.

1840/41 wurde die 1610 errichtete Pfarrschule abgerissen und stattdessen ein neues einstöckiges Gebäude errichtet. Während des Neubaus wurde der Unterricht im Haus des Schmiedemeisters Klee (heute Schabauer) erteilt. Ab Mai 1841 wurde im neu errichteten Schulgebäude eine zweiklassige Pfarrschule geführt.

1850 wurde der Gendarmerieposten Kirchschlag geschaffen, nachdem 1849 durch einen Erlass von Kaiser Franz Joseph die k. u. k. Gendarmerie gegründet wurde, welche für Polizeiaufgaben auf dem Lande zuständig war.

Im Juli 1850 konstituierte sich die neue Ortsgemeinde mit Johann Müller als erstem Bürgermeister sowie Anton Summer und Josef Kindl als Gemeinderäte.
Neu war auch die Schaffung eines Bezirksamtes, das die Aufgaben einer Bezirkshauptmannschaft und eines Bezirksgerichtes in sich vereinigte, zu dessen Leiter (Bezirksvorsteher) der frühere herrschaftliche Justitiar auf Schloß Krumbach Eduard Ruef ernannt wurde.

Nach 1850 hat sich die blühende Lage des heimischen Gewerbes infolge der zunehmenden Industrialisierung wesentlich verschlechtert. Dafür erlebte Kirchschlag in dieser Zeit sowohl im öffentlichen Bereich wie auch im kulturellen Leben fortschrittliche Veränderungen. So machte zunächst die Aufhebung der Grundherrschaft eine Neuordnung des Behördenswesens notwendig.

1855 erhielt Kirchschlag ein Postamt und es wurde damit auch für den Personenverkehr eine täglich Verbindung mit dem Poststellwagen nach Wiener Neustadt und zurück geschaffen.

1855 errichtete die Gemeinde Kirchschlag das „100er-Haus“ für Amtsräume und Gemeindebeamtenwohnungen. Von 1870 bis 1946 war dort auch der Gendarmerieposten untergebracht. Die Bezeichnung „100er-Haus“ geht auf ein Nummerierungssystem aller Häuser und Liegenschaften zurück, das ab dem 18. Jahrhundert in der Habsburgermonarchie eingeführt wurde.

1866 wurde auf Initiative von Notar Cornelius Reischl der „Liederkranz“ ins Leben gerufen, aus dem später der Männergesangsverein hervorging.

1867 erfolgte in Österreich die Gewaltenteilung von Gesetzgebung, Verwaltung und Gerichtsbarkeit. Damit wurden die Bezirksämter aufgelöst und Kirchschlag war in der Folge Sitz eines Bezirksgerichtes, welches erst im Zuge der Verwaltungsreform 1991 geschlossen wurde.

1869 ging das 1840/41 errichtete Schulgebäude in den Besitz der Marktgemeinde über und die Pfarrschule wurde in eine öffentliche zweiklassige Volksschule umgewandelt.

1872 erfolgte die Gründung der Sparkasse Kirchschlag. Vorsitzender der Direktion wurde der damalige Bürgermeister und Gemeindearzt Ernst Zickero.

1874 bildeten die Gastwirte Anton Lepold und Alois Hönig gemeinsam mit dem Notariatsbeamten Clement Thanhauser die Freiwillige Feuerwehr Kirchschlag, welche bei zahlreichen Bränden und Überschwemmungen ihre Tüchtigkeit unter Beweis stellte.

1896 wurde unter Pfarrer Johann Wiesinger der Pfarrhof erbaut.

1897 hat man die Raiffeisenkasse Kirchschlag gegründet. Ihr erster Obmann war Pfarrer Johann Wiesinger, der sich auch durch die Erbauung des neuen Pfarrhofes und die westliche Erweiterung des Friedhofes Verdienste erwarb.

1897/98 wurde aus Anlass des 50. Regierungsjubiläums des Kaisers mit großzügiger finanzieller Unterstützung der Sparkasse Kirchschlag von der Marktgemeinde die „Kaiser-Franz-Joseph-Jubiläumsschule“ am Zöbernbach (Schulgasse) errichtet und zu Kaisers Geburtstag am 18. August 1898 feierlich eröffnet. Hier wurde die Volksschule bis 1987 geführt.

1899 wurde auf Initiative des Gemeindearztes Dr. Truksa als Teilorganisation der Freiwilligen Feuerwehr Kirchschlag die 1. Sanitätsabteilung (Rotes Kreuz) gegründet.
Erst 1951/52 erfolgte die Trennung von Feuerwehr und Rettung, wobei der Kaufmann Anton Nieder zum ersten Obmann gewählt wurde.

1899 wurde das Bezirks-Armenhaus am Reißenbach errichtet, dessen Gebäude 1924 in eine landwirtschaftliche Lehranstalt umgewandelt wurde.

1904 erfolgte unter Bürgermeister Anton Kindl die Fertigstellung des Wasserleitungsnetzes.

1905 gelangte die Burg Kirchschlag in den Besitz der Kirchschlager Marktgenossenschaft. Grund dafür war, dass nach Aufhebung der Grundherrschaft die Familie Palffy das Interesse am Besitz der Burg Kirchschlag verlor.

Anfang 1917 wurden vier Glocken der Pfarrkirche für die Waffenproduktion im 1. Weltkrieg abtransportiert.
Im I. Weltkrieg (1914-1918) traf der Mangel an Lebensmitteln die Zivilbevölkerung schwer. Nebst zahlreichen Verwundeten hatte Kirchschlag 23 Kriegsgefallene zu beklagen.

1919 wurde die St.-Anna-Apotheke von Mag. Dr. Franz Schaffer gegründet. Die Apotheke befindet sich seit 1935 im Besitz der Familie Mag. Dr. Bayer. Beim Russeneinmarsch 1945 brannte das Haus völlig ab. 1952 konnte das neu errichtete Gebäude wieder verwendet werden.

1919 ließ Franziska Thanhauser (geb. Ruprecht) das Kino in der Kirchengasse erbauen. Es hatte 78 Sitzplätze in 14 Reihen. Die letzten Filme wurden in den 1990er Jahren gezeigt.
Im Jänner 2019 wurde es abgerissen und durch ein modernes Gebäude mit Wohn- und Geschäftsflächen ersetzt.

1920 errichtete die Gemeinde Kirchschlag am Fuße des Schlossberges, wo sich heute neben dem Bad der Aufstieg zur Burgruine befindet, für die Gefallenen des 1. Weltkrieges ein Kriegerdenkmal. Dieses bestand aus einem Baumstamm mit abgeschlagenen Ästen. Am Baumstamm war eine Tafel angebracht, auf der die Namen der 23 Gefallenen standen. Als nach dem 2. Weltkrieg im Kirchschlager Kirchhof ein neues Kriegerdenkmal errichtet wurde, übertrug man die Tafel des ersten Kriegerdenkmals dorthin, so dass nun die Denkmale beider Weltkriege an einer Stelle vereint sind.

1920 sprach man  im Friedensvertrag von Trianon Österreich Teile Westungarns (das heutige Burgenland) zu.
Bewaffnete ungarische Freischärler versuchten die Übernahme dieses Landesteiles durch die österreichische Gendarmerie zu verhindern. Dabei kam es am 5.9.1921 nahe der Landesgrenze beim Cholerakreuz (ca. 2 km südöstlich von Kirchschlag) zu einem Angriff der übermächtigen Freischärler, worauf sich die Gendarmeriepatrouille an den Ortsbeginn von Kirchschlag zurückzog. Nach einem neuerlichen Gefecht griffen Soldaten des Infanterieregiments Nr. 5 mit einer Maschinengewehrstellung am Tribamer-Riegel in die Kämpfe ein und schlugen die vordringenden Ungarn zurück. Bei den Gefechten starben 10 österreichische Soldaten, 17 weitere wurden verletzt.

Die Kirchschlager Wirtschaft bemühte sich um die Belebung des schon Ende des 19. Jahrhunderts begonnenen Fremdenverkehrs. Dieses Bestreben wurde durch den vom Journalisten und Maler Otto Pfeiffer begründeten Verschönerungsverein mit der Anlage von Spazierwegen und der Gestaltung des Ortsbildes unterstützt.

Am 8. April 1927 wurde die elektrische Beleuchtung in Betrieb gesetzt.
Eine gewaltige Menschenmenge erfüllte um 8 Uhr abends den Marktplatz und lauschte den Worten des Bürgermeisters Johann Kaltenegger, der den langen Weg bis zum Gelingen schilderte. Dann ertönte ein Trompetensignal und der Marktplatz erstrahlte im Licht dreier tausendkerziger Lampen.

1927 erfolgte die Gründung der Molkerei Kirchschlag, welche trotz ihres erfolgreichen Betriebes im Zuge von Rationalisierungsmaßnahmen 1994 geschlossen wurde. Heute steht dort der SPAR Supermarkt.

1928 hat man das erste Schwimmbad am Reißenbach unter Bürgermeister Johann Kaltenegger errichtet.

1928 erfolgte der Bau des Postamtes und der Postgarage.

1931 wurde in der Kirchengasse auf dem Platz vor dem Kaufhaus Kindl (heute Haus Dr. Mayrhofer) für die zehn beim Gefecht von Kirchschlag 1921 gefallenen Bundesheersoldaten das Heldendenkmal eingeweiht.

1932 veranstaltete Pfarrer Franz Füssl (1904 – 1990) die 1. Passionsspiele mit Laiendarstellern der Pfarrgemeinde Kirchschlag. Dazu wurde bereits Anfang der 1930er-Jahre mit arbeitslosen Jugendlichen und mit Burschen des Katholischen Reichsbundes in vielen Stunden freiwilliger „Robotarbeit“ der ehemalige Stadel des Pfarrhofes zu einer Schauspielhalle umgebaut.

1939 erfolgte die Eröffnung der Hauptschule in der ehemaligen landwirtschaftlichen Fachschule am Reißenbach. Gegründet wurde diese durch den Hauptschullehrer Alois Schabauer. Die Hauptschule hatte eine Klasse mit 55 Schülern. Die Schülerzahl nahm aber rasch zu, da auch viele Kinder von auswärtigen Gemeinden kamen und auch im angrenzenden Schülerheim untergebracht werden konnten.Im Schuljahr 1944/45 hatte die Hauptschule bereits 221 Schüler.

Ab dem Schuljahr 1942/43 wurde das Schülerheim am Reißenbach geführt. 1991 wurde es geschlossen, da die Auslastung nicht mehr rentabel war.

1949 erfolgte die Gründung des Fußballvereins USC Kirchschlag (Union Sportclub) durch Friseurmeister Franz Frühwirt. Der erste Obmann war Karl Baueregger.

1957 – 1959 wurde das neue Passionsspielhaus unter Pfarrer Lothar Kodeischka erbaut. Ab 1980 finden die Passionsspiele regelmäßig alle fünf Jahre statt. In Jahren dazwischen werden darin auch andere kulturelle Veranstaltungen angeboten.

1958 wurde der eingruppige Pfarrkindergarten, der von geistlichen Schwestern geführt wurde, eröffnet.

1958 ging das Burgbad an der Wienerstraße in Betrieb, das unter Bürgermeister Karl Baueregger gebaut wurde.

1961 wurde in Kirchschlag mit dem Bau der Kanalisation unter Bürgermeister Karl Baueregger begonnen.

1966 wurde die Musikschule in Kirchschlag durch SR Josef Staab gegründet, der sie auch bis 1981 leitete. Zuerst war sie in der alten Volksschule (Kaiser-Franz-Joseph-Jubiläumsschule) und ab 1994 in den Räumen des ehemaligen Schülerheimes untergebracht.

1970 Gründung der Pfadfindergruppe Kirchschlag durch Johann Schermann, Willibald Blaha und Martin Schäffer.

1971 wurde die Marktkapelle Kirchschlag gegründet und 2002 in Stadtkapelle Kirchschlag umbenannt.

1971 legte man die ab 1850 eigenständigen Ortsgemeinden Aigen, Lembach, Stang und Ungerbach im Zuge der Gemeinde- und Schulreform mit der damaligen Marktgemeinde Kirchschlag zusammen.

1973 erfolgte der Bau der Hauptschule auf dem Grundstück des alten Schwimmbades unter Bürgermeister Alois Dopler. 1975/76 konnte der Schulbetrieb im neuen Gebäude mit 16 Klassen und rund 450 Schülern eröffnet werden.

1984 wurde das Museum im Hofhaus (heute Stadtamt) am Hauptplatz eröffnet. Seit 1995 befindet es sich im Kirchhof neben der Pfarrkirche. 2002 wurde es in Stadtmuseum umbenannt.

1994 erfolgte der Neubau des Kindergartens neben der Passionsspielhalle unter Bürgermeister Gottfried Schwarz.

1999 erhielt die Hauptschule in den Sommerferien ein neues Dach, da das Flachdach undicht geworden ist.

Am 12. Dezember 2002 beschloss der NÖ Landtag in St. Pölten einstimmig die Stadterhebung von Kirchschlag in der Buckligen Welt.
Am 16. Februar 2003 fand der Festakt zur Stadterhebung in der Passionsspielhalle statt. Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll überreichte dem Kirchschlager Bürgermeister Franz Pichler-Holzer die Urkunde zur Stadterhebung.

2007 wurde das Caritas-Pflegezentrum Kirchschlag unter Bürgermeister Franz Pichler-Holzer errichtet.

2007 eröffnete die WEF Energieservice Betriebs GmbH an der Bachgasse ihr mit Hackschnitzeln betriebenes Fernheizwerk.

2009 wurde der Duftrosengarten nach Idee, Konzept und Anleitung von Herrn Adalbert Weghofer mit zahlreichen Helferinnen und Helfern nach den Grundsätzen von „Natur im Garten“ angelegt.

2009-2011 hat man das Sportzentrum „Weststadion“ errichtet. Der Sportplatz des USC Kirchschlag in der Venedigstadt wurde 2011 dorthin verlegt, so wie auch der Tennisplatz der bisher in der Mühlgasse war.

2018 begann die Stadtgemeinde mit dem Bau einer neuen Kraft-Wärme-Koppelungsanlage im Betriebsgebiet Ost (Venedigstadt 28). Am 9.12.2019 wurde der erste Stromgenerator in Betrieb genommen. Im Frühjahr 2020 soll die gesamte KWK-Anlage in Betrieb gehen.

(Zusammengestellt von OSR Franz Zarka im März 2020)

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