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Der Bauernmaler Johann Ritter (1868–1937)

Johann Ritter wurde am 24. Mai 1868 in der Rotte Habich (Stadtgemeinde Kirchschlag) geboren.
Er musste bereits mit 14 Jahren als Schnitter und Drescher in der Umgebung von Wien arbeiten. Danach war er einige Jahre Hausknecht bei einem Gastwirt in Neunkirchen und absolvierte schließlich von 1889 bis 1892 seinen Militärdienst in Wien.
Schon als Kind zeichnete er sehr gerne. Doch es fehlte ihm die nötige Technik. Der Sommergast Dr. Torger aus Dresden erkannte das große Talent Ritters und vermittelte ihm in den Wintermonaten von 1900 bis 1903 einen unentgeltlichen Mal- und Zeichenunterricht in Dresden bei seinem Freund Eduard Leonhard, der dort Professor der Kunstakademie war.
Ritters Bilder fanden danach sehr bald große Anerkennung. Dennoch aber blieb er nach wie vor Bauer. Er hielt nicht nur in seinen Bildern die Naturschönheiten der Buckligen Welt fest, sondern schnitzte auch zahlreiche Grabkreuze und Marterln und in seinem Buch „Mein Zeitbuch der Kindheit“ schilderte er humorvoll den bäuerlichen Alltag. Er starb am 13. Juni 1937. (Geschichte der Marktgemeinde Kirchschlag, 2. Band, von Dr. Bruno Schimetschek und OSR Martin Schäffer)

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